Erfahrungsberichte Costa Rica

Erfahrungsberichte Costa Rica

Erfahrungsberichte zum Schüleraustausch in Costa Rica

Du möchtest wissen, welche Erfahrungen andere High School-Teilnehmer in Costa Rica gemacht haben? Hier findest du eine Auswahl aktueller Berichte über Erfahrungen und Erlebnisse. Und natürlich freuen wir uns, nach deinem Aufenthalt in Costa Rica hier auch deinen Erfahrungsbericht zu veröffentlichen!

Leas Austauschjahr in Costa Rica

Alter: n.a.
Reiseziel: Costa Rica
Heimatort: n.a.
Hola!! :) Sooo, nachdem ich nun ca. 3 Wochen da bin und mich richtig gut eingelebt habe, berichte ich euch mal ein bisschen was ich hier bis jetzt erlebt habe. :) Also ich bekam ca. 3-4 Tage vor Ausreise nach Costa Rica Bescheid, dass TravelWorks nun eine Familie für mich gefunden hat.

Das war wohl etwas schwierig, auf Grund meiner roten Haare und dem Sidecut (Kleiner Tipp: wenn ihr eure Familie zu geteilt bekommt und Kontakt mit ihnen aufnehmen wollt, checkt vorher euer Facebookprofil auf Fotos die die Familie evtl. abschrecken oder verwirren könnten oder nehmt nur Kontakt per E-mail, Skype etc. auf).

Ich hab das nicht getan und hatte ein paar Komplikationen dadurch, aber TravelWorks hat sich wirklich schnell und gut um die Angelegenheit gekümmert. ;)

Erstellt wenn möglich bzw. wenn alle damit einverstanden sind eine Whatsapp- bzw. Facebookgruppe mit den Leuten mit denen ihr nach Costa Rica reist.

Mir hat das beim Packen sehr geholfen und man kann sich evtl. auch auf einen Treffpunkt am Flughafen per Whatsapp einigen. :D Auch in Costa Rica ist es manchmal echt hilfreich oder lustig seine Probleme, Erfahrungen etc. mit den andern Austauschschülern auszutauschen.

Nun denn...Packen?!....ein Thema das ich schön vor mich her geschoben habe, weil ich einfach keinen Plan hatte was ich einpacken sollte!!!

Im Endeffekt, kann ich euch nur raten nehmt eure Lieblingsklamotten mit, ihr werdet hier lange wie kurze Hosen, Tops/T-shirts so wie langärmlige Oberteile brauchen. Ich habe eine Regenjacke mit genommen, die ich bis jetzt noch nicht gebraucht habe und vermisse dafür meine Lederjacke die ich daheim vergessen habe. Kopiert alle Visapapiere, Pässe etc. 2 mal. So könnt ihr die Originalpapiere die ihr braucht in euer Handgepäck tun, die 1. kopierte Fassung in den Koffer(praktisch, falls die Originalen verloren gehen sollten) und die 2. kopierte Fassung für die Eltern zuhause, somit kann,, glaube ich, kaum was schief gehen was die Papiere angeht. ;)

Der Flug: Wir sind in Frankfurt gestartet und sind über Madrid und Panama geflogen. Reine Flugzeit waren glaube ich 14 Std. mit Wartezeit ca. 18 Std. Schlaft die Nacht vor dem Flug, es ist sooooo anstrengend!!!

Endlich in Costa Rica angekommen *-*

Man wird von der Partnerorganisation erst mal umarmt und bekommt einen Kuss auf die linke Backe (standart Begrüßung hier, nur unter den Herren nicht :D), wir sind dann zu einem Hostel nach San Jose gefahren, wo schon andere Austauschschüler/innen von anderen oder der gleichen Organisation untergebracht waren. Wir (also die Mädchen) teilten uns ein Zimmer zu 10, aber das ging schon für 2 Tage bzw. eher Nächte.

2 Tage Seminar in San Jose: ich sage nur ihr werdet einiges Erfahren und Spaß haben :D

Sonntag, der Tag an dem man seine Familie das 1. mal persönlich trifft:

Wir waren alle SOOOOO aufgeregt und warteten nach dem Programm von TravelWorks total gespannt auf unsere Familie, irgendwie hat man auch ein wenig Angst vor dem ersten Treffen.

Leute, diese Angst ist völlig unbegründet! Die Familien sind (habe ich im Nachhinein erfahren) mindestens genauso aufgeregt wie ihr.

Meine Familie hat mich sofort erkannt (ist auch nicht schwer, auf Grund meiner Haarfarbe :D) und sind sofort auf mich zu gekommen und haben mich umarmt und Küsschen hier und Küsschen da, also total herzlich und freundlich! *-*

Als wir dann gefahren sind haben wir erst mal ein Selfie im Auto gemacht. Ich habe das Gefühl, Ticos LIEBEN Selfies, bei jeder Gelegenheit werden Selfies gemacht!! :D:D:D

Wir sind dann nach Escazú, wo meine Familie, und ich nun auch wohnen, gefahren.

Natürlich wurde mir erst mal das Haus gezeigt (ich teile mir ein Zimmer mit meiner Gastschwester) und dann sind wir essen gegangen. Das war mein erster Tag mit meiner Gastfamilie und ich hab sie an diesem 1. Tag schon total gern gehabt!!!

Meine Familie unternimmt sehr sehr sehr viel mit mir, vorallem am Wochenende, ständig irgendwelche Familienfeiern, die wirklich lustig sind!

Ich habe in diesen 3 Wochen die ich nun da bin schon soooo viele neue Dinge gesehen und kennen gelernt!!!

Ich habe/war....

- Omas, Opas, Tanten, Cousinen etc. kennen gelernt

- im Supermarkt (hört sich seltsam an, aber ja, das war aufregend! :D)

- ein Besuch im Hard Rock Cafe (San Jose) hinter mir :D

- das nationale Museum Costa Ricas gesehen (wirklich Sehenswert)

- war auf einem Konzert, von einem Freund meiner Gastmutter

- einige Lokale besucht und dort gegessen, man findet als Vegetarier eigentlich immer etwas, was man essen kann :D

- den Samstagsmarkt in Escazú besucht

- in einem Dschungelfluss schwimmen (Highlight bis jetzt!!!)

- in den Thermen in Guanecaste *-*

- in Naranjo

- in der Mall shoppen :D

- auf einem Vulkan

- in der Kirche

- in San Ramon

- und vieles mehr...

wenn ihr genaueres über die einzelnen Ausflüge wissen wollt, lest doch meinen Blog:

https://plus.google.com/u/0/100506905897186428784/posts

1. Schultag:

Ich war natürlich sehr aufgeregt, aber meine Schule hier ist sehr relaxed. Ich habe schon am 1. Tag einige Leute kennen gelernt und Freunde gefunden. Hier wird sehr viel per Whatsapp und Snapchatt kommuniziert und ich würde mir so schnell wie möglich eine SIM-karte hier zulegen. Das ist wirklich nicht teuer und es ist einfach leichter Kontakte zu vertiefen. :D

Umm ja, ich kann eigentlich nur noch sagen: ich liebe meine Gastfamilie jetzt schon und freue mich mega wenn ich endlich auf Spanisch kommunizieren kann (es geht zwar auf Englsich auch, aber mir wäre Spanisch trotzdem lieber :D) und noch mehr freue ich mich auf die nächsten Monate hier! *-*

Adios Amigos

Maries Erfahrungsbericht

Alter: 17
Reiseziel: Costa Rica
Heimatort: Rodenberg
Dein Statement? Ein Auslandsjahr ist eine sehr große Erfahrung, an die man für immer denken wird.

Also zu aller erst: Schule ist in Costa Rica ganz anders als in Deutschland. Das fängt schon bei den ganz offensichtlichen Sachen wie der Schuluniform an, die jeder Schüler tragen muss. Ich hatte in meinem ersten halben Jahr die ganz normale Uniform meiner Schule und in der zweiten Hälfte, da ein neues Schuljahr begonnen hatte und ich in den Abschlussjahrgang gekommen bin, bekam unser Jahrgang eine neue Uniform. Es ist in Costa Rica sehr üblich, dass der letzte Jahrgang eine eigene Uniform für sich hat.
Die Schule startet morgens um sieben und die Schüler kommen entweder zu fuß oder mit dem Bus. Schluss war dann nachmittags um 16:10h und es dauerte eine Weile bis ich mich an den doch sehr langen Schultag gewöhnt hatte. Auch im allgemeinen mochte ich die Schule dort am Anfang nicht besonders. Ich war super zufrieden mit allem und von anfang an total verliebt in das Land, aber die Schule fand ich eher so mittelmäßig. Ich war zwar ganz gerne dort, aber dadurch, dass ich die Sprache noch nicht gut konnte war es realtiv anstrengend für mich. Die Stunden zogen sich sehr lange hin und ich war andauernd kaputt und müde. Doch das änderte sich nach ca. 3 Monaten und ich fing an die Schule zu lieben. In Deutschland bin ich noch nie so gerne zur Schule gegangen, wirklich. Ich war sogar ein echt froh, wenn wieder Montag war, damit die Schulwoche wieder losgehen konnte. Man trifft dort einfach alle seine Freunde auf einmal und hat immer total viel Spaß. Der Unterricht ist nicht mit dem in Deutschland zu vergleichen, aber gerade deswegen konnte ich auch in den Stunden mit meinen Freunden zusammen sitzen und einfach reden. Auch mal mit den Freunden für 20 min aus dem Raum zu verschwinden war kein Problem. Generell sind dort auch einfach Alle so freundlich und Jeder kann mit Jedem was machen. Keiner guckt dich blöd an, wenn du dich einfach zu einer anderen Gruppe dazustellst und deshalb ist es wirklich so, dass man nicht einfach nebeneinanderher lebt, sondern dass der Jahrgang wie eine große Familie ist.
Jetzt aber nochmal zu der Schule an sich. Die Schulen in Costa Rica bestehen meistens einfach aus mehreren aneinander gereihten Räumen, so etwa 5 bis 6 waren es bei uns, die dann einzelne Reihen bildeten. Wir hatten 4 Reihen und zwischen diesen Reihen waren dann quasi die Gänge. Diese waren auch überdacht für den Fall dass es regnet, aber generell war die Schule quasi unter freiem Himmel, was ich auch unglaublich mochte.
Die Fächer, die in Costa Rica unterrichtet werden sind fast die gleichen wie in Deutschland, zum Teil etwas abgewandelt sehr ähnlich. Noch ein Vorteil: Es gibt so gut wie nie Hausaufgaben auf. Nur manchmal eine kleine Übung aber auch sehr selten. Das war schon sehr entspannt.
Die Lehrer dort sind auch mega nett, man spricht sie alle beim Vornamen an und hat ein eher freundschaftliches Verhältnis zu ihnen.
Insgesamt bin ich echt dafür, dieses Schulsystem hier in Deutschland einzuführen ;)

Meine Gastfamilie war, genau wie ich es mir gewünscht habe, auch sehr groß. Ich habe drei Schwestern im Alter von 18,17 und 4 Jahren und einen Bruder, der 13 Jahre alt ist. Meine Eltern sind sehr jung. Meine Mama ist 37 und mein Papa 40 Jahre alt. Beide haben jeweils 7 Geschwister, die fast alle auch schon Familie und Kinder haben. Also ist auch die weitere Familie recht groß. Ich wurde von Allen von Anfang an herzlich aufgenommen und gemeinsame Unternehmungen haben immer sehr viel Spaß gemacht. Ich finde so große Familien sehr schön, da man immer wen hat, wenn gerade mal was ist und vor allem bei den Ticos ist wirklich immer viel los.

Bevor ich nach Costa Rica gegangen bin hab ich mir immer nur gewünscht, dort irgendwo einfach Fußball spielen zu können, denn ein Jahr ohne Fußball, das wär für mich unmöglich gewesen.
Als ich ca. einen Monat in Costa Rica war, bin ich durch einen Zufall zu der Mädchen Futsalmannschaft gekommen.Futsal ist übrigens eine Art Hallenfußball, jedoch mit einem anderen Ball und auch etwas anderen Regeln, was ein sehr viel schnelleres und technisch anspruchsvoller Spiel ermöglicht. Ich wurde bereits beim ersten Training quasi dazu verpflichtet, meinen Rückflug im nächsten Jahr umzubuchen, um an der nationalen Meisterschaft teilnehmen zu können. Letztendlich ist es auch genau so gekommen. Dazwischen lagen aber etliche Trainingseinheiten, 3x Woche und jedes Mal 45 min einlaufen am Berg.. Das war schon echt krass, vor allem am Ende, als es nur noch um die Vorbereitung für die nationale Meisterschaft ging. Als wir dann die Qualifikationsphase geschafft hatten, ging es für uns für 1 Woche nach San José, wo die diesjährigen Spiele stattfanden und gleich zu Beginn hat man gemerkt, dass das etwas total Besonderes was. Die nationale Meisterschaft ist auch nicht ausschließlich ein Futsal-Turnier, denn zeitgleich trugen dort Basketballer, Volleyballer, Handballer, Schwimmer, Leichtathleten, Skater und viele mehr ihre Turniere aus. Es war also wie eine richtige Olympiade. Das Fernsehen hat immer berichtet, es gab eine Einschwörung zu Beginn und selbst ein Feuer wurde bei der großen Eröffnungsveranstaltung entzündet.
Wir haben es dann tatsächlich geschafft und nach 6 Spielen an 6 Tagen die Meisterschaft gewonnen und es war eine der unbeschreiblichsten Erfahrungen meines Lebens. Das erste Mal nach 16 Jahren konnte meine Mannschaft das Turnier gewinnen und dass sich all unsere Bemühungen so gelohnt hatten, war einfach super. Mädchenfußball wird in Costa Rica auch überhaupt nicht belächelt, sondern sehr ernst genommen und auch total unterstützt. Gefühlt nahm unsere halbe Stadt die 2 stündige Autofahrt auf sich, nur um uns zu unterstützen. Auch die Atmosphäre in der Halle war unbeschreiblich. Wenn man ein Tor geschossen hat, fühlte man sich, als ob man in einem richtigen Stadion war. So ist das aber generell in Costa Rica. Auch die, die mit Fußball sonst nicht so viel am Hut haben, kommen wenn das örtliche Team spielt, machen Stimmung und unterstützen total. Dazu gehört auch, dass man mal gegen die Gegner pöbelt, aber das ist auch alles kein Problem, denn anders herum wird das ja auch genau so gemacht. ;) Auch vor dem Spiel wird untereinander Stimmung gemacht, indem gesungen und getanzt wird. Dabei pusht man sich total hoch und motiviert sich gegenseitig. So ist das einfach in Costa Rica. :) Ich kenne jetzt bestimmt 100 Schlachtrufe auswendig :D

Nicht nur die Erfahrungen beim Finale, sondern generell die Zeit, die ich mit meien Futsal-Mädels verbracht habe, war immer der Hammer und ich vermisse sie alle sehr. Ohne sie, wär mein Auslandsjahr sicherlich nicht so unvergesslich geworden, wie es schlussendlich war.

An meinem letzten Schultag waren alle total lieb, haben mir Geschenke gegeben und auf meiner Flagge unterschrieben. Es wurden unzählige Fotos gemacht und ich habe mich von meinen ganzen Lehrern und dem Personal veranschiedet. Es war ein toller letzter Tag, wen auch sehr traurig. An diesem Abend hat mir meine Fußballmannschaft noch eine Feier gemacht. Auch das war wie immer richtig toll und als sie mir am Ende noch ein Video, das sie extra für mich gemacht haben, gezeigt haben hab ich natürlich wieder geflennt wie sonst was (wie auch tausende Male die Tage davor). Ich hatte noch tolle Gespräche und es ist einfach so ein wunderbares Gefühl zu wissen, dass man den Leuten dort wirklich etwas bedeutet.
Ich habe echt noch tausende Nachrichten bekommen von all meinen Freunden und Verwandten und bekomme auch bis heute noch viele die sagen, dass ich doch bitte sofort zurück kommen soll. Sowas ist echt toll zu hören. Ich weiß, dass ich in dieser kurzen Zeit in Costa Rica echt Freunde für´s Leben gefunden habe und schätze das sehr.
Ich habe immer wieder gehört, dass man nach einiger Zeit kein "Heimweh" mehr haben wird und es stimmt, es ist etwas weniger geworden, aber es ist auch nach über 4 Monaten in Deutschland immer noch sehr stark. Ein Auslandsjahr ist halt schon eine sehr große Erfahrung, an die man für immer denken wird.
Marie

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