Hilfsprojekte Thailand

Hilfsprojekte Thailand

Erfahrungsberichte zu Hilfsprojekten in Thailand

Du möchtest wissen, welche Erfahrungen andere Freiwilligenarbeits-Teilnehmer in Thailand gemacht haben? Hier findest du eine Auswahl aktueller Berichte über Erfahrungen und Erlebnisse. Und natürlich freuen wir uns, nach deinem Aufenthalt als Volontär in Thailand hier auch deinen Erfahrungsbericht zu veröffentlichen!

Leben & Lernen in Tempelschulen

Reportage aus Thailand

Ein Tempel mit einer großen goldenen Buddha-Statue, in orange Gewänder gehüllte Mönche, deren Gesichter Weisheit und Achtsamkeit ausstrahlen und die friedliche Stille in den Tempelgärten. Unsere Kollegin Jenny hat eine Tempelschule besucht und erzählt dir in unserem Blog von ihren beindruckenden Erlebnissen.

Corinas Abenteuer in Thailand

Alter: 20
Reiseziel: Thailand
Heimatort: Oberbüren
Raus aus dem Büroalltag, rein ins Abenteuer. Es hat mich gepackt, etwas Neues zu erleben, eine fremde Kultur kennen zu lernen und einen Sozialeinsatz in einem Kinderheim zu leisten. All das, konnte ich durch meine Reise nach Chiang Mai ermöglichen. Ohne große Erwartungen, Vorkenntnisse oder Vorurteile bin ich nach Thailand geflogen.

Ich muss sagen, es fiel mir nicht leicht, Mitte November kurze Hosen, T-Shirts, Sonnenbrille und –creme einzupacken.

In meinen 3 Wochen in Chiang Mai, die Rose des Nordens, habe ich Einblick in ein mir fremdes Leben bekommen. Bereits kurz nach meiner Ankunft stürmten neue Eindrücke aller Art auf mich ein. Diese ließen meine Neugierde diesem Land und Volk gegenüber wachsen.

Das Alltagsleben als Volunteer:

05:00 Obwohl es noch dunkel war, erwachte ich so früh, da mich jeden Morgen um diese Zeit ein Hahn mit seinen Krähen begrüsste.
07:00 In Thailand wurde es immer früh hell. Bereits um diese Zeit erreichten mich die ersten Sonnenstrahlen und ließen mich spüren, dass es auch heute wieder einen heißen Tag gibt. Ich stand auf und machte mich für mein tägliches Fitnessprogramm bereit.
07:15 Auf meiner Jogging-Runde begegnete ich vielen Thais, die mir fröhlich zuwinkten und immer ein strahlendes Lächeln im Gesicht hatten. „Sawadii-Kha“ antwortete ich freundlich und sie lächelten umso mehr. Thailand ist für seine freundliche Bevölkerung bekannt und wird zu Recht als „das Land des Lächelns“ bezeichnet.
08:30 Frisch geduscht genoss ich mein Frühstück und plante meine Freizeit.
Thailand ist ein traumhaftes Reiseland und bietet für jeden etwas: ausspannen, kulturelle Einflüsse aufsaugen, lecker essen, farbenfrohe Tempel besuchen, exotische Tiere und das Treiben auf dem Markt beobachten… so wurde es mir nie langweilig. Ich besuchte sogar eine Yogastunde und genoss eine Massage...

Unterwegs blickten mich die kleinsten Thais oft mit großen Augen aus sicherer Distanz an. Bei anderen Begegnungen wiederum fühlte ich mich fast wie Angelina Jolie, da die Thais die weiße Haut und das europäische Gesicht als sehr „suay“ (hübsch) empfinden.

16:30 Nach der ca. 1-stündigen Busfahrt in einem Songthaew (Pickuptruck mit Längsbänken auf der Ladefläche), die ich meistens schlafend verbracht habe, kamen wir im Kinderheim an. „Sawadii-Kha PiColina“ (Pi: Anrede für große Schwester; den „R“ in meinem Namen konnten sie nicht aussprechen) ertönte aus verschiedenen Richtungen und die Kinder begrüßten uns mit dem „Wai“ (Handflächen vor der Brust aneinanderlegen; Kopf neigen).
Von vielen wurden ich und Saskia, eine Volontärin aus Deutschland, auch sofort herzlich umarmt.

Die Zeit mit den Kindern gestalteten wir mit Malen, Basteln, Singen, Spielen und vieles mehr.

Wir mussten Kommunikationswege suchen, in der die Sprache nicht der Hauptbestandteil ist. Dies war mit den Kindern sehr leicht. Und wenn wir uns mal doch nicht richtig verstehen konnten, lösten wir das Problem einfach mit einem Lächeln :-)

Da viele von ihnen kreativ begabt sind, zeichneten sie besonders gerne. Wenn wir den Kindern die Materialien austeilten, machten sie als Dank ebenfalls den „Wai“ und entgegneten „Khop khun kà“.

Konzentriert saßen sie dann an den Tischen, um Bilder aus dem Globibuch, das ich ihnen aus der Schweiz mitgebracht habe, abzuzeichnen. Die Buntstifte, Wasserfarben, Blätter und Spiele mussten wir selber besorgen und mitbringen, da sie im Kinderheim ausschließlich über einen Ball verfügten. Ich denke, dass sie gerade deshalb unglaublich kreativ sind und sich mit den einfachsten Materialien, die sie per Zufall vorfinden, beschäftigen können.

17:30 Zeit für’s Abendessen. Während die großen Mädchen mit den Verantwortlichen des Kinderheims die Teller anrichteten, stellten sich die restlichen Kinder in geordneten Reihen – getrennt nach Größe und Geschlecht - auf und beteten. Anschließend bekam Reihe um Reihe das Kommando, dass sie nun Ihren Teller fassen durften. Hier herrscht noch Zucht und Ordnung, aber nicht zum Leidwesen der Kinder. Sie kennen nichts anderes und sind zufrieden, gesund und voller Lebensfreude. Meistens gab es einen Eintopf mit Gemüse und Fleisch und natürlich Reis. Gegessen wurde mit Löffel und Gabel. Nach dem Essen wusch jedes Kind seinen Teller selber ab und stellte es zum Trocknen in einen „Tellerständer“ aus Holz. Immer wieder staunte ich, wie sie in Kürze aus so wenigen Zutaten so leckere Gerichte in einer äußerst einfachen Küche zaubern können.
18:00 Nach dem Essen hatten wir nochmals 30 – 45 Minuten Zeit, die wir mit den Kindern verbringen durften. Um 18:30 kam dann eines der älteren Mädchen mit der Gitarre daher, spielte Lieder und die Kinder begleiteten sie mit Gesang. Dieses Ritual löste bei mir nicht selten Gänsehaut aus. Es war so rührend, wie alle aus vollem Herzen mitsangen.
20:00 Rückkehr ins Volontärshaus. Um diese Zeit hielten sich die meisten Volunteers im Aufenthaltsraum auf, wo wir einander von Erlebnissen berichteten oder gemeinsame Ausflüge planten. Oft schlenderte ich auch nochmals kurz durch den Markt oder las in einem Buch.
Mich einer fremden Kultur anzupassen war manchmal sehr anstrengend, dann wieder lustig und befreiend.

Abends lag ich total müde und erschöpft im Bett und musste einfach lachen. Was da wieder alles an diesem Tag passiert ist – unglaublich!

Wochenende: Meistens unternahm ich etwas mit den anderen Volunteers. Entspannen, sich sonnen, schwimmen im Pool, den Sonntagsmarkt besuchen…
Am besten hat mir die Trekkingtour gefallen. Am Morgen besuchten wir eine Orchideenfarm und ein Bergvolk. Dann wurde es besonders aufregend, laut ;-) und amüsant – River Rafting war angesagt. Am Mittag konnten wir uns an einem leckeren Buffet stärken.

Am Nachmittag ging es zum Elefantenreiten, was ich mir wesentlich bequemer vorgestellt hatte ;-) Ein weiterer Höhepunkt war der Spaziergang durch den Dschungel. Die intensiven Farben der Natur, die saubere Luft, die Bananen- und Papayabäume, die Palmen….einfach herrlich! Nach dieser 1-stündigen Tour, wo wir auch einer wirklich riesigen Spinne begegneten, konnten wir uns an einem wunderschönen Wasserfall verweilen. Zum Schluss genossen wir eine Fahrt auf einem Bambusfloss, das uns zurück zu unserem Bus brachte.

Freitag, 2. Dezember 2011: An diesem Tag durfte ich besonders oft in leuchtende Kinderaugen sehen, denn Saskia und ich ermöglichten den Kindern und den Verantwortlichen des Kinderheims einen Ausflug. Den ersten Halt machten wir bei einem Wasserfall. Es war wunderschön dort und die Kinder sprangen sofort ins Wasser und vergnügten sich sehr. Ein wenig später beobachteten Saskia und ich verwirrt die Kinder, wie sie sich mit Steinen die Haut abrieben… Es stellte sich dann heraus, dass sich die Kleinen mit den Steinen die Haut weiß schrubben wollten – unglaublich!
Weiter ging es dann zu dem Bergvolk, aus dem der „Vater“ des Kinderheims stammt. Dort konnten sich die Kinder so richtig austoben. Von den Bäumen holten sie Karambole (Sternfrucht) und bissen herzhaft hinein. An der Hand führten sie uns umher und wollten und alles zeigen… Büffel, Papaya- und Bananenbäume, Kaffeesträucher…

Es ist einfach bewundernswert, wie fröhlich und zufrieden die Kinder sind, obwohl sie „nichts“ haben. Faszinierend, wie sie sich an den kleinen Dingen des Lebens so erfreuen!

Bewundernswert fand ich auch den Besuch bei einem krebskranken Mann. Alle zusammen setzten wir uns in seinem Haus auf den Boden, falteten die Hände, schlossen unsere Augen und beteten für ihn. Diese Situation zu erleben und zu beobachten war sehr eindrücklich!

Ich bin sehr glücklich und dankbar, diese Zeit in Thailand verbracht zu haben. Ich konnte meinen eigenen Traum in Chiang Mai verwirklichen und durfte erleben, wie schön es ist, etwas von sich zu geben, ohne dass das Geld im Vordergrund steht. Strahlende Kinderaugen, herzliches Lachen, wärmende Umarmungen, besondere Begegnungen, prägende Erlebnisse…

Freiwilligenarbeit Bangkok

Leiste Freiwilligenarbeit in der pulsierenden Metropole Bangkok und hilf in einer Tempelschule, im Kinderheim oder Frauenzentrum. Mehr dazu

Freiwilligenarbeit Chiang Mai

Bringe Mönchen Englisch bei, kümmere dich um Kinder in einem Kinderheim oder arbeite als Tierpfleger im Elefantencamp. Mehr dazu

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