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Erfahrungsberichte Guatemala

Erfahrungsberichte zu Hilfsprojekten in Guatemala

Du möchtest wissen, welche Erfahrungen andere Freiwilligenarbeits-Teilnehmer in Guatemala gemacht haben? Hier findest du eine Auswahl aktueller Berichte über Erfahrungen und Erlebnisse. Und natürlich freuen wir uns, nach deinem Aufenthalt als Volontär in Guatemala hier auch deinen Erfahrungsbericht zu veröffentlichen!

Sandra berichtet aus Guatemala

Alter: 20
Reiseziel: Guatemala
Heimatort: Kufstein
Nach 24 Stunden fliegen von München nach Guatemala, lernte ich am Flughafen gleich die ersten Reisenden kennen die auch zur Sprachschule gehen. Am Flughafen wurden wir abgeholt und gleich zur Gastfamilie in Antigua gebracht. Ich hatte Wahnsinnsglück mit meiner Familie, sie war witzig, konnten gut kochen, hatten einen total lieben Hund, hatten warmes Wasser und ich hatte sogar eine eigene kleine Terrasse.

Außer mir waren noch 3 weitere Reisenden in der Familie, die Familie bestand aus Oma und Opa, Sohn und Tochter (beide über 30) und einen Enkel und nicht zu vergessen den Hund.

Die erste Woche besuchte ich die Sprachschule, ich hatte einen echt witzigen Lehrer mit dem ich über alles reden konnte. Da ich am Nachmittag unterricht hatte war ich am Vormittag immer mit den angebotenen Schulaktivitäten unterwegs. Wir besuchten eine Kaffeeplantage, Museen, hatten Tanzkurs, Kochkurs....

Ab der zweiten Woche gings dann mit Arbeiten los. Ich war eigentlich einem Projekt zugeteilt und ich arbeitete auch einen Tag dort, doch es gefiel mir überhaupt nicht. drum wendete ich mich an die Schule, die mir gleich ein neues Projekt besorgte. es war nur 10 Gehminuten von meiner Familie entfernt und es war echt klasse! Ich arbeitete von 8-12 Uhr. Ich wurde den 4-jährigen zugeteilt, musste aber auch ab und zu den anderen Gruppen helfen. Die Gruppen waren in Altersstufen eingeteilt, von 3-6 Jahren. Meine Aufgabe war den Kindern beim Basteln, Malen, Essen, Zähneputzen und und und zu helfen. Es machte mir eine Menge Spaß! An meinem letzten Tag bekam ich dann noch kleine Abschiedsgeschenke von den Kindern und von den Betreuern.

An den Wochenenden machte ich immer mit einer Gruppe von anderen Schülern (die mittlerweile sehr wichtig geworden sind für mich) einen Ausflug. Die Schule bietet zwar auch jedes Wochenende einen Ausflug an, aber die sind SEHR überteuert! es empfiehlt sich einen Ausflug über eine Agentur zu buchen, die man an jeder Straßenecke findet. (TRAVEL AGENCY)
Wir haben immer einen Shuttelbus gebucht, der uns am Freitagnachmittag in Antigua abholte und am Sonntagnachmittag wieder zurück brachte. Den Rest organisierten wir dann selber. Das erste Wochenende fuhren wir nach Monterrico. STRAND!!!! Genial, und da es uns dort so gut gefiel, fuhren wir das vierte Wochenende gleich nochmal hin. Das zweite Wochenende verbrachten wir am Lago Atitlan und das dritte in Xela. Jedes Wochenende war auf seine eigene weise FANTASTISCH!

Wer dachte, dass das Nachtleben in Guatemala zu kurz kommen würde, hat sich gewaltig getäuscht. Wer in Antigua wohnt kann sich besonders glücklich schätzen, denn hier ist jeden Tag was los. Besonders für die weiblichen Reisenden ist Antigua einfach genial, denn jeden Abend gibt es irgendwo LADIES NIGHT!!! Wenn man nicht gerade Cuba Libre bis 23 Uhr gratis bekommt, bezahlt man woanders 40 Cent für jeden Drink! =) Die Männer taten mir manchmal richtig leid, denn die zahlen gleich mal das 3-fache was wir Mädls bezahlen. (ist aber trotzdem noch viel günstiger als in Europa!!)
Ich kann wirklich nur jeden empfehlen: REIST SOLANGE IHR KÖNNT UND GENIEßT JEDEN AUGENBLICK!!!

Julias Erlebnisse in Guatemala

Alter: 36
Reiseziel: Guatemala
Heimatort: Stuttgart
Besonders faszinierend war die Tatsache, dass alle mitgeholfen haben. Ich bin sehr dankbar Teil dieser wunderbaren Projekte gewesen zu sein und kann voller Stolz sagen, dass ich an diesen Erfahrungen gewachsen bin.

Mein Schwerpunkt lag in einem Gesundheitszentrum für Babys und Kinder bei Antigua. Hierbei handelt es sich um eine Einrichtung, die mangelernährte Neugeborene sowie Kleinkinder versorgt. Ich empfand die Organisation als sehr gut organisiert. Besonders positiv waren die Hilfestellungen, die die Angehörigen unterstützen sollten ihre Kinder wieder selbstständig versorgen zu können. An meinen Aufgaben dort konnte ich persönlich sehr wachsen. Das Gefühl, hier aktiv zu etwas „tollem“ beitragen zu können, hat mir sehr viel Freude bereitet. In dieser Zeit sind mir die Kinder sehr ans Herz gewachsen und der Abschied war nicht leicht. Um euch einen Einblick über mein Tätigkeitsfeld aufzuzeigen, möchte ich im Weiteren einen Tag beschreiben.

Arbeitsbeginn war täglich um 7:50 Uhr, wo ich schon von den meisten Kindern mit einem Lächeln und bereit zum Aufstehen erwartet wurde. Zuerst wurden die Windeln gewechselt und dann wurden die Kinder gebadet. Die Kinder mussten regelmäßig gewogen werden, dies erfolgte durch die Ernährungsberaterin. Meine Aufgabe war es dabei, die Kollegin zu unterstützen. Nun war das Essen an der Reihe. Einige Kinder benötigten nur etwas Unterstützung bei der Nahrungsaufnahme, den anderen wurde von meinem Team und mir das Essen (altersgerecht) eingegeben. Hier war es besonders wichtig, viel Einfühlungsvermögen sowie Motivation an den Tag zu legen.

Während des ganzen Tages war es besonders wichtig, die Schützlinge zu beobachten. Es kam nicht selten vor, dass die Kinder Symptome wie Fieber, Diarrhoe oder Erbrechen aufwiesen. Diese Beschwerden wurden unverzüglich an die Verantwortlichen weitergeleitet. Das zuständige Personal (Ärzte, Pfleger) wurde bei den durchgeführten Maßnahmen, wenn nötig, von mir unterstützt. Wir erhielten viel Zeit mit den Kindern zu spielen. Oftmals verbrachten wir jede freie Minute im Freien. Die Beschäftigung wurde spielerisch mit Lauf- und Greifübungen kombiniert. Natürlich haben wir auch viel Quatsch mit den „Kleinen“ gemacht. Das fanden sie alle besonders toll.

Manchen Elternteilen war es möglich, länger bei ihren Kindern zu bleiben. Sie wurden zu jedem Zeitpunkt in die Versorgung mit einbezogen, was sehr erfreulich war. Dies ermöglichte eine schöne familiäre Atmosphäre. Die meisten Eltern kamen zu festen Tagen. Diese waren Dienstag und Samstag. Hier bekamen die Eltern Zeit, die sie mit ihren Kindern verbringen konnten. Die Ärztin und die Pflegekraft informierte die Eltern regelmäßig über die aktuelle Entwicklung. Hierzu zählte vor allem der Ernährungszustand sowie das Gewicht. Ein weiteres wichtiges Thema war die zukünftige Versorgung, besonders dann, wenn die Entlassung angestrebt wurde.

Ein weiteres Projekt, welches ich einen Tag kennenlernen durfte, befand sich in einem Dorf namens Parramos. Parramos ist ungefähr eine halbe Stunde von Antigua entfernt. Das Projekt unterstützt hilfebedürftige Familien, die unter schwierigen Bedingungen wohnen müssen. Die Organisation ermöglicht es, mit Hilfe der Freiwilligen, diesen Betroffenen in einem „wetterfesten“ zu Hause zu wohnen. Gemeinsam mit der Familie und den Mitgliedern des Projektes konnte ich dazu beitragen, dass dieses Haus am Ende tatsächlich stand. Meine Aufgabe bestand darin, die Steine zum Zementieren oder anderes Material anzureichen. Besonders faszinierend war die Tatsache, dass alle mitgeholfen haben. Ich bin sehr dankbar Teil dieser wunderbaren Projekte gewesen zu sein und kann voller Stolz sagen, dass ich an diesen Erfahrungen gewachsen bin.

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