Elbisch Sprachreisen Erfahrungsberichte

Elbisch Sprachreisen Erfahrungsberichte

Lese hier, welche Erfahrungen unsere Teilnehmer auf ihrer Elbisch Sprachreise gemacht haben. 

Graloggs Zeit im Bruchtal

Alter: 122
Reiseziel: Bruchtal
Heimatort: Isengard
Zusammen mit meinem Kamerad Ralogggosh war ich letzten Sommer in Bruchtal für einen Elbisch Sprachkurs. Wir beide waren die glücklichen Kandidaten, die ein Stipendium von Loriasnal bekommen haben, das jedes Jahr ausgeschrieben wird, um das schwierige interkulturelle Verhältnis zwischen Elben und Orks zu verbessern. Zunächst war mein Fürst Taznak wenig angetan von meinem Bestreben Elbisch zu erlernen.

Dann meinte er aber, dass ich ruhig nach Bruchtal gehen solle, da das einmal "strategische Vorteile" bringen könne - keine Ahnung, was er damit gemeint hat.
Freundlicherweise wurden wir bei unserer Ankunft in Bruchtal von ein paar übermütigen Halblingen und Zwergen mit faulen Tomaten beworfen und in Empfang genommen. Das war wirklich sehr nett und hat uns völlig überrascht. Einige Zwerge wollten sich sogar auf der Stelle mit uns prügeln - so einen herzlichen Empfang hatten wir wirklich nicht erwartet!

Der Sprachkurs an sich war ganz in Ordnung. Ich war in einer Gruppe mit Menschen, Zwergen, einem Halbling und einem Ent. Der Ent ging mir richtig auf die Nerven! Jedes Mal wenn unser elbischer Lehrer ihm eine Frage gestellt hat, hat es Ewigkeiten gebraucht, bis er sich zu irgendeiner nichtssagenden Antwort durchgerungen hatte. Etwas störend fand ich, dass man während der Kurszeiten die anderen Sprachschüler weder verletzen noch anknabbern durfte. Ansonsten muss ich aber sagen, dass der zweiwöchige Sprachkurs mir schon einiges gebracht hat: Ich kann mittlerweile vieles von dem, was die Elben sprechen, verstehen und sogar selber ein paar Brocken Sindarin sprechen.

Die Freizeitaktivitäten waren richtig klasse. Klettern, Reiten, Kämpfen sind voll nach meinem Geschmack. Beim Grillabend gab es einen kleinen Eklat, als ich den Halbling grillen wollte. Der Ent war richtiggehend beleidigt und hat von da an kein Wort mehr mit mir gesprochen - was aber auch nicht weiter schlimm war.

Leider gab es auch ein paar Dinge in Bruchtal, die mir überhaupt nicht gefallen haben. Loriasnals Haus war beispielsweise widerlich sauber und wohlriechend - da würde ich meine ärgsten Feinde nicht hinschicken! Nachdem ich aber mein Zimmer mit Schlamm aus dem Fluss und Exkrementen "umdekoriert" hatte, lies es sich einigermaßen aushalten. Zudem hätte der Sprachkurs ein paar Dinge mehr thematisieren können, die man wirklich im Alltag gebrauchen kann (z.B. Beleidigungen, Drohungen, etc.). Auch die Elben waren - anders als Menschen, Halblinge und Zwerge - äußerst reserviert und höflich, was mich zur Weißglut trieb. Bezeichnend ist, dass ich mich in den ganzen zwei Wochen nicht mit einem einzigen Elben gerauft habe - man stelle sich das mal vor! Vor allem wegen letzterem und dieser abartigen Stille und Reinheit kann ich diesen Sprachurlaub nur bedingt weiterempfehlen.

Glums aufregende Zeit im Bruchtal

Alter: 195
Reiseziel: Bruchtal
Heimatort: Eisenberge
Elben sind sprachbegabt. Wenn man aber richtig bei ihnen punkten will, sollte man schon ein wenig Elbisch verstehen und sprechen können. So meldete mich denn mein Onkel zu diesem Elbisch-Sprachkurs in Bruchtal an, wo es die beste Sprachschule für Elbisch gibt (ist auch die einzige). Die Anreise ist etwas schwierig – offenbar hat in Bruchtal noch niemand davon gehört, dass man Straßen mit einem ordentlich Fundament, Kies und gut gefügten Steinen auch dauerhaft passierbar machen kann.

Schließlich muß man aufpassen, dass man nicht an Loriasnals Haus vorbeiläuft, es ist völlig von Unkraut überwuchert und kaum zu sehen. Ist man erst einmal drinnen, wird es etwas besser. Es gibt anscheinend Gärtner, die aber der Überwucherung auch hier nicht ganz Herr werden, aber sie versuchen es zumindest. Manches von dem Unkraut sieht sogar ganz hübsch aus, mit bunten Blättern. Und es gibt Wege, die man daran erkennt, dass immerhin alle zwei Schritte ein flacher Stein in den Boden eingelassen ist. Geht doch!

Unangenehm fällt auf, dass überall Wasser fließt oder steht. Jeder weiß doch, dass es ungesund ist, mit zu viel Wasser in Berührung zu kommen. Und die vielen kleinen Wasserlöcher stellen eine enorme Gefahr dar. Völlig unverantwortlich ist übrigens die Aktivität Kanufahren. Lieber küsse ich einem Balrog die Füße!

Die Elben selbst sind sehr höflich, aber etwas hochnäsig. Nichts Neues also. Sobald Du dein Zwergengold abgeliefert hast, werden Räume zugewiesen und dir gezeigt, wo es was zu essen und trinken gibt, und wo man sich morgens zum Sprachkurs trifft. Die Unterkünfte sind sauber (aber oft wuchert sogar drinnen Unkraut aus irgendwelchen Töpfen!), aber es mutet seltsam an, dass pro Saal nur eine Person schlafen soll. Es hat ein bisschen gedauert, bis ich mich an das Einschlafen ohne Mitschnarcher gewöhnt hatte.

Wahlweise gibt es einen Elbenbuddy, der als Nachhilfelehrer fungiert. Meiner hieß Geolanthe… err, Geo. Offenbar ein Jungspund von nicht einmal sechzig Jahren, mit Granitstaub hinter den Ohren. Die Lehrerin war sehr schön, aber ich habe anfangs kein Wort verstanden. Die Tonhöhe ist so ungewohnt. Mit Geo habe ich dann richtig was gelernt – wie elbische Waffen heißen, wie sie ihre Techniken nennen, welche Taktiken sie im Krieg anwenden. Mein Onkel hatte doch recht – so ein Sprachkurs ist wirklich nützlich!

Abends gab es ein vielfältiges Programm, mal einen Kneipenbummel mit viel Met, mal einen Kneipenbummel mit Elbenwein, und manchmal blieben wir auch in einer Kneipe. Halblinge kann man dazu ganz gut mitnehmen, aber Obacht! Die vertragen viel mehr als man glaubt und eh man sich versieht, haben sie bei einer Runde auch schon mal zwei große Humpen verputzt. Das kann teuer werden! Was ich vorher nicht wußte: Diese Halblinge sind verdammt schnell. Wird einer mal frech – und das werden sie unweigerlich – tauchen sie einfach unter der ermahnenden Hand durch und man muß aufpassen, nicht selbst vom Hocker zu purzeln.

Der Elbischkurs hörte rechtzeitig auf, sodass ich noch vor den Schneefällen über die Nebelberge gekommen bin. Jetzt bin ich froh wieder zu Hause zu sein. Für meine Karriere war es ein richtig guter Schritt – mein Onkel hat mich für eine diplomatische Mission ins Auental vorgeschlagen, als 3. Schildträger. Den Elbisch-Sprachkurs in Loriasnals Haus (Super Tochter!) kann ich uneingeschränkt empfehlen! Ich überlege schon, ob ich nicht in zwanzig Jahren den Aufbaukurs machen soll.