Umweltprojekte USA

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Erfahrungsberichte zu Freiwilligenarbeit in den USA

Du möchtest wissen, welche Erfahrungen andere Freiwilligenarbeits-Teilnehmer in den USA gemacht haben? Hier findest du eine Auswahl aktueller Berichte über Erfahrungen und Erlebnisse. Und natürlich freuen wir uns, nach deinem Aufenthalt als Volontär in den USA hier auch deinen Erfahrungsbericht zu veröffentlichen!

Isabelles Erfahrungsbericht

Alter: 19
Reiseziel: USA
Heimatort: Biebesheim
Mein schönstes Erlebnis!1 Monat in Kentucky mit tollen Leuten, Arbeiten in wunderschönen Landschaften, Roadtrips- besonders nach Sedona und San Diego

Hallo, mein Name ist Isabelle, ich bin 19 Jahre alt und komme aus Hessen. Da ich nach meinem Abitur etwas sinnvolles mit meiner Zeit anfangen wollte, entschied ich mich nach einigem Recherchieren und Überlegen für die Freiwilligenarbeit in Arizona. Zweifler an meiner Entscheidung, 3 Monate in die Staaten zu gehen, gab es viele, und auch ich hatte so einige Bedenken. Würde ich der harten Arbeit gerecht werden? Leben mit so vielen verschiedenen Menschen- kann das gut gehen? Habe ich genug Zeit, alle Orte zu sehen, die ich dort sehen möchte? ...
Im Forum hatte ich schon weit im Voraus mit einigen Gleichgesinnten Kontakt aufgenommen und fand mich auch generell bei Travelworks sehr gut aufgehoben. Schnell hatte das Warten ein Ende und ich flog zusammen mit 2 anderen Mädels nach Phoenix/ Arizona, wo wir eine Nacht übernachteten, um dann am nächsten Abend von Matt und Mike(Zuständige der Partnerorganisation) abgeholt zu werden. Gleich am selben Abend wurden alle (20 Leute) in ihre Unterkünfte gebracht und kurz das Wichtigste erklärt. „Zu Hause“, oder wohlfühlen konnte ich mich die ersten Tage zunächst nicht, obwohl alle in den Häusern sehr nett waren und auch die 2 Orientierungstage viele offenen Fragen beantworteten. Dienstags ging es dann auch schon los auf das erste Projekt: Flagstaff Loop Trail – Revegetation (3 Tage), dann 2 Tage frei und 5 Tage Grand Canyon Revegetation. Man gewöhnt sich sehr schnell an die Arbeit und die Leute, mit denen man die ganzen Tage verbringt. Der Tagesablauf ist zudem sehr strukturiert: Aufstehen, Frühstück, Abwasch, festgelegte Arbeits- und Pausenzeiten, Freizeit, Vorbereiten der Lunchboxen für den nächsten Tag, 2 Leute des Teams kochen das Abendessen und waschen ab, teilweise Lagerfeuer(je nach Gegend erlaubt oder nicht- extreme Dürre), halb 9 – Zeit zum Schlafen.
Schon in den ersten freien Tagen boten sich die ersten Gelegenheiten auf Roadtrips zu fahren, oder den lokalen Berg „Mount Humphrey’s“ zu besteigen, die ich auch dankend nutzte. Es war erstaunlich einfach, Leute zu mobilisieren, Autos zu mieten, Hostels zu buchen, etc. In den ersten 1,5 Monaten unternahm ich Roadtrips nach Sedona, Las Vegas, San Diego und San Francisco, wobei mir San Diego am besten gefiel. Unterwegs war ich immer mit 6 Leuten in einem großen Van, wobei wir die Nächte teilweise mitten im Nirgendwo campten, oder auch mal zu siebt in einem 3- Bett Zimmer schliefen. Hauptsache billig- und das sind die Roadtrips auf jeden fall! (Man bedenke, dass eine Gallon Sprit, also 4l, 3 Dollar kosten). Mit so vielen Leuten unterwegs wird es auch nie langweilig.
Nachdem ich von meinem SanFran- Roadtrip zurück kam (15 Stunden Fahrt), wartete auch schon wieder die Arbeit auf mich- Ich wurde für einen Monat nach Kentucky/ Cumberland Gap geschickt. 40 Stunden Fahrt im Van waren eine echte Tortur, geschlafen wurde unter freiem Himmel in Oklahoma City. Wir arbeiteten immer jeweils 5 Tage am Stück, dann hatten wir 2 Tage frei. Die Arbeit war hart, da wir viele Felswände bauen, Regenrinnen schaufeln und Wanderwege erneuern mussten. Nicht zu vergessen die steilen Wanderungen zum Arbeitsplatz mit Werkzeugen und dem Wasserbedarf für den Tag auf dem Rücken. Nach der Arbeit konnte man sich dann immer auf die Freizeit mit der Crew, das gute Essen und eine heiße Dusche freuen. Es wurde dort sogar Ende September schon richtig Kalt bei Nacht, vom Regen ganz zu schweigen. Das einmonatige Projekt hat mir von allen am besten gefallen, da man dort eher die Möglichkeit hatte, engere Freundschaften zu schließen, wobei man auch am Wochenende immer einen kleineren Ausflug zusammen in der Gegend unternommen hat. Zurück flogen wir über Chicago nach Phoenix, mit anschließender Fahrt nach Flagstaff. Fertig von der Arbeit und dem ständigen Übernachten in der Kälte, fühlte mich auch zum ersten mal ein bisschen ausgelaugt- die Arbeit ist halt echt kein Zuckerschlecken! Ich blieb also zu Hause(oh ja! „Zu Hause“, denn so fühlte es sich an! ) und genoss 2 Tage mit meinen Mädels auf der Couch.
Dann stand auch schon das letzte Projekt an: Grand Canyon Parashant Fencing- ein schwer erreichbarer Nebenzweig des Grand Canyon. 60 Meilen um einen herum keinerlei Zivilisation, einfach atemberaubend! Die Arbeit mit den Zäunen war im Vergleich zu Trailwork( Reparieren der Wanderwege etc.) ein Klacks und ich genoss jede Sekunde meiner letzten Woche. Ich begann einfach alle Erfahrungen hier wertzuschätzen. So ging es auch meinen Freunden dort. Und ja, sogar 8 Tage ohne Dusche wurden für mich lustig und unvergesslich – es sahen ja schließlich alle so aus! Ungeschminkt, unrasiert, Haare auf dem Kopf, die eigentich nur noch mit einem Fetthelm zu vergleichen waren. Achso und natürlich denkt man auch, man sei total braun geworden, wobei man dann bei der täglichen „Babywipe-shower“ festellen musste, das es doch nur Dreck war.
Es wurde mir nicht zu viel versprochen: Man geht dort wirklich an seine körperlichen und auch manchmal psychischen Grenzen. Meine Crew und ich mussten im Walnut Canyon beispielsweise für 1,5 Stunden durch die Hitze zu unserem Arbeitsplatz wandern. 6 tiefe Wassergräben mussten wir mit schweren Plastikrohren auf den Schultern und anderen Werkzeugen durchqueren- rauf und runter- da wird dann irgendwann auch der psychische Wille der ganzen Gruppe beansprucht, man muss sich gegenseitig ein bisschen aufbauen, gut zusprechen. Wenn man es aber dann am Ende des Tages geschafft hat, will man sich nur noch selbst auf die Schulter klopfen. Ein unglaubliches Gefühl!
Obwohl von Anfang an betont wurde, dass man je Projekt immer mit verschiedenen Leuten eingeteilt wird, fand ich mich jedoch immer mit Leuten in einem Projekt, mit denen ich engeren Kontakt hatte, oder die zur gleichen Zeit angekommen waren, wie ich. Mit einer Schwedin war ich beispielsweise 2,5 Monate permanent zusammen, da wir sowohl zusammen wohnten, als auch auf Roadtrips fuhren und in dieselben Projekte eingeteilt wurden. Ich fühlte mich mit allen Leuten wie in einer großen Familie. Man kennt sich, arbeitet zusammen, isst zusammen, verbringt Zeit zusammen, fährt zusammen weg. Auch wenn der andere mal sein Geschäft verrichten muss, dann ist das kein Geheimnis. Niemand schämt sich. Ich dachte immer, ich wäre eher der Typ, der seine Privatsphäre und Ruhe braucht. Das hat sich dort ins Gegenteil geändert. Ich kam zurück nach Deutschland, meine Eltern waren am nächsten Morgen arbeiten und ich saß alleine am Frühstückstisch. Ich vermisste einfach alles.
Wenn du Lust hast, die wunderschönsten Plätze des Landes auch mal aus anderen Blickwinkeln zu sehen, Leute aus allen Kulturen kennenzulernen, an deine körperlichen und psychischen Grenzen zu gehen, sowie dein Englisch zu verbessern- dann bist du hier genau richtig! Eine unglaublich Erfahrung für's Leben! :)

Madlens Erfahrungsbericht

Alter: 22
Reiseziel: USA
Heimatort: Heidenau
Dein Highlight? Das unendlich weite Land und die wunderschöne unberührte Natur dort ist es, was mich an diesem Land so fasziniert.

Ich war nicht zum ersten Mal in den USA, das große weite Land mit seinen einzigartigen Nationalparks hatte mich schon mehr als einmal angezogen.
Umso mehr freute ich mich, dass ich diese Mal als Volontär im Naturschutz beim Erhalt dieser schönen Natur helfen sollte!

Wir wurden direkt vom Flughafen in San Francisco abgeholt, und so lernte ich schon die ersten Leute kennen. An unseren freien Tagen wohnten wir im Volontärshaus in Santa Cruz, da haben bis zu 30 Personen Platz und es war auch meistens so voll. Es war praktisch unmöglich, sich die Namen aller Freiwilligen zu merken, und in einem Projekt war man dann tatsächlich ja nur mit höchstens 10 Leuten.

Nach einem Tag Einführung und einem freien Tag ging es auch gleich ins erste Projekt. Dort haben wir eine Treppe neu angelegt, wo der alte Weg zu kaputt war. Wir haben fleißig geschaufelt, gebohrt und gesägt und langsam entstand Stufe für Stufe ein neuer Weg nach oben.
Die meisten Projekte hatten tatsächlich alle etwas mit der Instandhaltung von Wegen zu tun oder mit der Entfernung nicht einheimischer Pflanzen. So saßen wir mal eine Woche auf einer weiten offenen Fläche und haben per Hand eine nicht einheimische Grassorte zwischen den Wildblumen gezupft. Die Arbeit war ganz anders als ich es erwartet hatte, und der Zusammenhang mit dem Naturschutz war manchmal erst auf den zweiten Blick erkennbar. Zum Beispiel das durch die Bereitstellung von Wegen verhindert werden soll, dass die Leute querfeldein gehen und alles kaputt treten.

Mir hat die Arbeit trotzdem Spaß gemacht, schon allein weil es mit den anderen Volontären oft einfach super lustig war! Leider war ich fast in jedem Projekt mit anderen Leuten zusammen und so wurde es irgendwann auch ein bisschen anstrengend, immer wieder neue Freundschaften zu schließen.

Es war kein Problem, auch mal eine paar Tage frei zu nehmen, um sich etwas anschauen zu können. Und so habe ich wieder ein paar der wunderschönen Nationalparks besucht. Auch einen kurzen Ausflug in das nahe gelegene San Francisco konnten wir zusammen unternehmen. Aber am schönsten fand ich es wieder in den Nationalparks. Das unendlich weite Land und die wunderschöne unberührte Natur dort ist es, was mich an diesem Land so fasziniert. Und davon gibt es noch so viel zu entdecken!

Unsere Freiwilligenarbeitsprogramme in den USA

Freiwilligenarbeit USA

Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten arbeitest du mit anderen internationalen Volontären in Naturschutzgebieten und Reservaten.Mehr dazu

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